Tipp der Redaktion Amangiri
9.8Canyon Point, Utah, USA
Resort rund um einen uralten Tafelberg gestaltet
Ab 2.000 $ / Nacht
Preise prüfenSteigen Sie noch vor Tagesanbruch die Serpentinen oberhalb von Aguas Calientes hinauf und erleben Sie, wie die Sonne über der alten Inkastadt Machu Picchu aufgeht – einer der prägendsten Momente jeder Südamerikareise. Dieser geführte Ganztages-Trek folgt dem eindrucksvollsten Zugangsweg zu den Ruinen und führt bei erstem Licht durch das Sonnentor, wenn sich in den Tälern noch der Nebel sammelt und die Berge oberhalb der Wolkendecke orange leuchten. Ein kundiger Guide lässt Geschichte und Archäologie der Stätte lebendig werden.
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Um 4 Uhr morgens klingelt in Aguas Calientes der Wecker. Sie ziehen sich im Dunkeln an und reihen sich an der Bushaltestelle unterhalb der Ruinen in eine kurze Schlange ebenso übernächtigter Menschen ein. Die Straße windet sich in engen Serpentinen durch den Nebelwald hinauf, und als der Bus das Tor erreicht, beginnt der Himmel über den umliegenden Gipfeln gerade erst zu grauen.
Der Weg zum Sonnentor – Inti Punku auf Quechua – steigt von der Hauptanlage aus über einen gut erhaltenen Inkapfad an, den die Konquistadoren nie fanden und den sich die meisten heutigen Touristen gar nicht erst antun. Ihr Guide schlägt ein gleichmäßiges Tempo durch den feuchten Nebelwald an und weist unterwegs auf Orchideen und bromelienbewachsene Rastplätze der Inka hin. Nach rund neunzig Minuten biegt der Pfad um eine letzte Ecke, das Sonnentor erscheint – und durch es hindurch zum ersten Mal Machu Picchu.
Die Zitadelle liegt in ihrer ganzen Ausdehnung unter Ihnen. Smaragdgrüne Terrassen, die sich den Berg hinabstaffeln. Dahinter der Gipfel des Huayna Picchu. Tief unten schlängelt sich der Urubamba durch sein grünes Tal. Wenn Sie den Aufstieg richtig getimt haben, geht die Sonne bei Ihrer Ankunft noch auf, lässt den Morgennebel vor Ihren Augen verdampfen und wirft lange Schatten über den Stein. Genau dafür sind Sie um 4 Uhr aufgestanden.
Der Abstieg zur Zitadelle dauert zwanzig Minuten, dann beginnt der ganze Tag der Erkundung. Ihr Guide kennt die Anlage bestens: die trapezförmigen Fenster des Sonnentempels, ausgerichtet auf den Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende, die Funktion des Intihuatana-Steins als rituelle und astronomische Bezugsmarke, die Wasserbaukunst des Bewässerungssystems der Inka, das auch nach fünf Jahrhunderten noch einwandfrei funktioniert.
Praktische Tipps: Buchen Sie die Eintrittskarten frühzeitig, denn die Tageskontingente sind streng begrenzt und schnell ausverkauft. Die Anlage liegt auf rund 2.430 Metern Höhe; akklimatisieren Sie sich vor dem Aufstieg mindestens zwei Tage in Cusco (3.400 m).
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